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Füller Mammut

Mammuts,
Gattung ausgestorbener, vorwiegend pleistozäner Arten aus der Familie der Elefanten.

Mammuts erreichten eine Körperhöhe von bis zu 4,3 Metern, hatten bis zu fünf Meter lange, gebogene Stoßzähne, ein zottiges Fell aus langen, dicken Haaren mit einem dichten, wollenen Unterfell, eine sehr dicke Haut mit einer isolierenden Fettschicht und einen deutlich hervorstehenden Höcker am Rücken. Sie lebten in kalten Klimazonen und zogen nach Norden, als die Gletscher der Eiszeit zurückgingen. Mammuts waren während des Pleistozäns in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. In Europa wurden naturgetreue Zeichnungen und Skulpturen von Mammuts aus dem oberen Paläolithikum (Altsteinzeit) gefunden.

Mammuts wurden von den frühen Jägern auf der ganzen Nordhalbkugel gejagt. Die meisten Arten starben vor etwa 10 000 Jahren – gegen Ende der letzten Eiszeit – aus. Die Ursachen des Aussterbens sind unbekannt: Manche Wissenschaftler sehen die Änderungen von Klima und Vegetation als Ursache, andere vermuten, dass die Mammuts von eiszeitlichen Jägern ausgerottet wurden. Einer Altersbestimmung von Knochenfunden zufolge koexistierten in Nordamerika Menschen und Mammuts über einen Zeitraum von rund 1 000 Jahren. Man geht deshalb davon aus, dass mehrere Faktoren, zu denen auch die Bejagung gehörte, zum Aussterben der Mammuts beitrugen (Nature, 2006).

In Nordsibirien sind vollständig erhaltene Mammuts im Dauerfrostboden gefunden worden. Reste von Pflanzen, die in ihren Mägen erhalten sind, zeigen, dass sie sich von Moosen, Riedgras und anderen Pflanzen der arktischen Tundra ernährten. Das amerikanische Mammut ist die größte bisher gefundene Art. Es erreichte eine Höhe von etwa 4,3 Metern. Das in Eurasien und Nordamerika verbreitete Wollmammut (auch Wollhaarmammut oder Wollhaariges Mammut) hatte etwa die Größe eines heutigen Indischen Elefanten. Ein erstes vollständig erhaltenes Exemplar dieser Art wurde 1806 in der Nähe der Lenamündung in Sibirien ausgegraben. 1998 wurde auf der Taimyr-Halbinsel im Norden Sibiriens ein weiteres vollständig erhaltenes Wollmammut entdeckt, das vor gut 20 000 Jahren vom Eis eingeschlossen worden war. DNA-Analysen (siehe Nucleinsäuren) zufolge ist der Indische Elefant der nächste lebende Verwandte des Wollmammuts. Die stammesgeschichtlichen Linien dieser beiden Arten trennten sich erst vor rund 440 000 Jahren – diejenigen von Wollmammut und Afrikanischem Elefant dagegen bereits vor sechs Millionen Jahren (Nature, 2006).

Auf der heute zu den amerikanischen Pribilof Islands gehörenden Insel Saint Paul im Beringmeer überlebten Wollmammuts bis vor 7 900 Jahren, auf der vor der Ostküste Sibiriens im Nordpolarmeer liegenden Wrangelinsel sogar bis vor 3 500 bis 4 000 Jahren. Die Mammuts besiedelten diese Gebiete, als sie während der letzten Eiszeit durch Landbrücken mit dem Festland verbunden waren. Nach dem Anstieg des Meeresspiegels im nacheiszeitlichen Holozän konnten sie die Inseln nicht mehr verlassen. Sie überlebten möglicherweise deswegen länger als andere Mammuts, weil Menschen die Inseln erst spät erreichten.

Systematische Einordnung: Mammuts bilden die Gattung Mammuthus der Familie Elephantidae. Das amerikanische Mammut heißt zoologisch Mammuthus imperator, das Wollmammut Mammuthus primigenius.

Quellenangabe
Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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„Mammuts,“ Microsoft® E

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27. April 2009 Posted by | Füller, Füller Mammut, Schreibgeräte | Hinterlasse einen Kommentar