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Galerie am Maintor HolzKunst

Füllfederhalter Statesman Alligator

Füllfederhalter  Alligator

Das Schreibgerät mit der besonderen Note und Stil aus dem Kieferknochen eines Alligators
 

Älter als die Dinosaurier

Lange Zeit galten Alligatoren als nutzlos und wurden ohne Rücksicht gejagt. Als Krokohandtaschen in Mode kamen, der Traum vieler Frauen, mussten hunderttausende Alligatoren sterben, weil man ihnen ans Leder wollte. Beinahe hätte der Mensch so eine Tierart ausgerottet, die mehr als 200 Millionen Jahre lang alle irdischen Katastrophen und Klimaveränderungen überlebt hat. Die Vorfahren der Alligatoren bevölkerten die Erde, lange bevor die ersten Dinosaurier auftauchten!

Ein Wassertropfen genügt, um einen lauernden Alligator zu alarmieren- selbst bei völliger Stille und Dunkelheit. Die Reptillien, die in
der Nacht halb untergetaucht auf ihre Opfer warten, besitzen am Unterkiefer druckempfindliche  Rezeptoren. Ein Alligator kann mit seinem Kiefer einen Druck von 3,5 Tonnen erzeugen. Hat er sein Maul allerdings geschlossen, kann man seine Kiefer mit den Händen zusammenhalten.

Ich beziehe die Rohlinge für die Griffstücke direkt aus den USA von dem Kunsthandwerker Tom Barron. Jeder Knochen wird gebleicht, dann vor dem Gießen in Alumlite stabilisiert, ein Harz, das leicht zu drehen und zu polieren ist. Durch aufwendige  Bearbeitung  der Rohlinge  entstehen nach den Arbeitsgängen – Bohren , Drehen, Schleifen und Polieren markante und dekorative Griffstücke und Verschlusskappen  meiner  hochwertigen Schreibgeräte.

Young Crocodiles resting
© Satit _Srihin – Fotolia.com

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Füller Alligator schwarz

Füller Alligator grün

Füller Alligator grün

Mod. Statesman

– Beschlagteile    Rhodium beschichtet
– Zierteile  aus Titan
– Griffschalen aus  Kieferknochen von Alligatoren
– M-Feder mit Iridiumschreibkorn

Erhältlich auch mit  Titan oder  18K Massiv Goldfeder

Preise auf Anfrage      (muendlein@woodturning.de)

7. April 2013 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Füller Statesman Mokume Gane Modell Kandinsky

Wassily Kandinsky    1866-1944
ein Wegbereiter der abstrakten gegenstandslosen Malerei  hat mich mit seinen
bunten Bildern fasziniert, 
so dass ich einen Füller aus einem Mokume Gane – M3 Material
welches  mit seinen  farbigen Materialen  an die Farbenvielfalt  von Kandinsky´s  Arbeiten
erinnert, gefertigt habe. 

Füller  Mod. Statesman

Beschläge  Rhodium / Titan
Griffschalen aus Mokume Gane M3
Feder  Titan   Strichstärke B

Füller Mod. Kandinsky

Preis  auf Anfrage   ( muendlein@woodturning.de)

Auf Wunsch kann auch eine  Massiv-Goldfeder ( 18K von Fa. Bock Heidelberg )
eingesetzt werden.

4. September 2011 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Schreibgeräte Mokume, Uncategorized | | 1 Kommentar

Galalith ein alter Werkstoff

Casein  (Galalith)


Galalith (Kunsthorn, Milchstein) ist ein alter Handelsname für einen Casein – Kunststoff
der 1897 von Wilhelm Krische und Adolf Spitteler entwickelt wurde. Galalith entsteht aus
Casein und Formaldehyd durch Polykondensation. Das gemahlene Rohcasein wird mit
Wasser angefeuchtet,  mit Füllstoffen, Farblösungen und weiteren Zusätzen vermischt und
durch Wärme und Druck plastifiziert. Durch spezielle Pressen entstehen daraufhin Halbzeuge,
wie Rohre, Stäbe oder einfach nur Platten und Blöcke. Diese werden mittels Einlegen in Form-
aldehydbäder gehärtet und in Warmluft getrocknet. Es entsteht ein unbrennbarer
Werkstoff mit günstigen Zähigkeitseigenschaften und einem angenehm warmen Farbton.
Kunsthorn kann zwischen 100 und 120 ° C warmverformt werden und anschließend
problemlos spanend weiterbearbeitet werden.

Galalith wurde in den dreissiger Jahren hauptsächlich zu Schmuck, Ziergegenständen,
Knöpfen und Messergriffen und für andere technische Zwecke verarbeitet. Später ist dieser
Kunststoff durch die preiswerteren Produkte aus Erdöl ersetzt worden und fast in Vergessenheit geraten.

Elfenbeinimitat  aus Galalith ist ein organisches Material mit der Haptik von echtem Elfenbein.
Leider gibt es weltweit nur noch einen Hersteller (Swallow Needle Mfg. Co.in Australien) der
dieses fantastische und nostalgische Material herstellt , das auch heute nichts von seiner Faszination
verloren hat.

Ich bin sehr froh darüber, auch dieses besondere nostalgische Material für meine Schreibgeräte
entdeckt zu haben.

Füller  Mod. Emperor

Griffschalen     Gagalith   Struktur Elfenbein
Beschlagteile       Rhodium
Zierteile 18 k vergoldet

Preis auf Anfrage

7. August 2011 Posted by | Füller, Schreibgeräte Gagalith, Uncategorized | | Hinterlasse einen Kommentar

Ebonitfüller Ebonit, ein vergessener Werkstoff ?

Ebonit 

Der Name Ebonit stammt aus dem Englischen  >Ebonit <   = Ebenholz und beschreibt  neben der
Farbe auch die hartholzartigen Eigenschaften des Werkstoffs, der sich auch durch hervorragende Chemikalienbeständigkeit  auszeichnet.

Ebonit (Hartgummi) ist ein klassischer bewährter  Werkstoff, dessen Basis nachwachsende Rohstoffe
sind.  Er wird aus Naturkautschuk , Leinöl  und  Schwefel in Autoklaven gewonnen. Die naturkautschuk-
-basierte Molekülstruktur prägt die einzigartige Charakteristik des Werkstoffs Ebonit.  Das Material
besticht durch seinen natürlichen Ursprung ( Ebonite Material ist ein reines Naturprodukt) und
verfügt über eine einzigartig warme Haptik, eine faszinierende Optik und eine fantastische Polierfähigkeit.

Historisch belegt ist die naturwissenschaftliche Verwendung von Ebonit durch Alessandro Volta,
der für eine von ihm entwickelte frühe Form des Kondensators als Dielektrikum ein-setzte. Ebonit
ist ein sehr interessantes Material, welches im 21. Jahrhundert in Vergessenheit geriet.
Dabei war es bis in die 1930er Jahre hinein weltweit weit verbreiteter Werkstoff und wurde in unzähligen
Produkten eingesetzt.
Am bekanntesten dürfte die Verwendung von Ebonit in der Herstellung von Musikinstrumenten
sein. Aufgrund der exzellenten Klangeigenschaften, die nur mit Ebonit erreichbar sind, werden
Saxophone und Klarinetten für den professionellen Bedarf mit Ebonitmundstücken ausgerüstet.

Quelle:  Wikipedia
Die Verarbeitung von Ebonit erfordert ein gewisses Maß an technischem Können,  spezifischer Arbeitssystematik und  penibler Arbeitssorgfalt . Diese Anstrengungen werden aber belohnt durch Ausstrahlung und den nostalgischen Charme dieses Werkstoffs. Die Vorteile des Materials sind die natürliche Haptik, die natürliche Wärme des Materials sowie sein Charakter, der sich, gleich dem seiner Besitzer, mit der Zeit verändert und reift.

Ich bin froh, dieses fast vergessene und rare Material für meine Schreibgeräte entdeckt zu haben.

Ludwig Mündlein

Füller Mod. Statesman Junior

.

Füller  Serie  Mod . Statesman Junior

Griffschalen       :  Ebonit  in den Farben Cumberland ; Night Blue; Yellow ; Green
Beschlagteile     :    Rhodium beschichtet
Zierteile               :   24 k Beschichtung  bzw. Titan
Feder                    :     M-Feder mit Iridiumschreibkorn

Preise auf Anfrage      (muendlein@woodturning.de)

7. August 2011 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Schreibgeräte Ebonit, Uncategorized | 1 Kommentar

Füller Mod. Pastorius

Diese Modellserie  habe ich    Franz Daniel Pastorius     gewidmet .

 

Franz Daniel Pastorius (*26.September 1651 in Sommerhausen; † 27. September 1719 in Germantown,
heute Stadtteil von Philadelphia) war ein deutscher Jurist  und Begründer der ersten deutschen Ansiedlung  in Nordamerika. Er war Bürgermeister von Germantown und wirkte auch als Stadtschreiber, Rechtsanwalt und
Schullehrer.
1688 verfasste er die erste schriftliche Widerrede gegen die Sklaverei in Amerika.
siehe  http://www.migrationsroute.nrw.de/dokument.php?id=1

Er war der einzige deutsche Schriftsteller des Barock in Amerika.

Die deutsche Einwanderung begann im 17. Jahrhundert. 1683 gründete Franz Daniel Pastorius zusammen mit dem englischen Quäker William Penn in der Nähe von Philadelphia „Germantown“. Damals kamen die deutschen Einwanderer hauptsächlich aus Baden, Württemberg, Hessen und aus der Pfalz sowie aus den Bistümern Köln, Osnabrück, Münster und Mainz.


Modell Pastorius

Ein Füllhalter der Premiumklasse.

– Metallteile  aus  medizinischem Edelstahl, hochpoliert und nicht anlaufend.
– Tintenleitwerk vom führenden Hersteller für Schreibgerätezubehör in Deutschland,  Fa. SCHMIDT Technology
– vergoldeten Edelstahlfeder mit Iridiumpunkt  in der Strichstärke B
– Tintenbefüllung durch Tintenkonverter oder handelsübliche Patronen
–  Gesamtlänge   146 mm
–  Durchmesser    16 mm
–  Gewicht           53 Gramm

Preis  auf Anfrage   ( muendlein@woodturning.de)

Auf Wunsch kann auch eine  Massiv-Goldfeder ( 18K von Fa. Bock Heidelberg )
eingesetzt werden.

Füller mit Griffschalen aus Mokume Gane M3


Füller mit Griffschalen aus Grenadill

Als Oberflächenschutz verwende ich mehrere Schichten Hartwachsöl. Nach dem Trocknungsprozess  poliere ich noch
mit einem speziellen Holzwachs um die Haptik zu optimieren.

 

Füller Mod. Pastorius

27. Juli 2011 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Schreibgeräte Mokume | Hinterlasse einen Kommentar

News

Das Bayerische Fernsehen hat mich besucht und einen Fernsehbericht  über die Herstellung meiner Schreibgeräte  aus den Fundamentpfählen
der Alten Ochsenfurter Mainbrücke aufgenommen.

Der Fernsehbericht  wurde  am 1. Mai 2011 um 18:05  im Bayerischen Fernsehen gesendet.

BR – Video siehe  

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/frankenschau/fsthema-fuellfederhalter-sommerhausen-ID1303908947618.xml

OCHSENFURT


Aus alten Eichenpfählen werden Füllfederhalter

Mit Geschichte schreiben:

Ludwig Mündlein verwandelt Eichenpfähle aus dem Fundament der Alten Mainbrücke in Ochsenfurt in einzigartige Füller und Kugelschreiber.


  • Letzter Schliff: An der Polierscheibe verleiht Ludwig Mündlein seinen gedrechselten Schreibgeräten ihren matten Glanz.

    Fotos: Gerhard Meissner

Es ist ein Gefühl von Luxus, das die Schreibgeräte von Ludwig Mündlein ausstrahlen. Der Sommerhäuser Drechsler veredelt Kulis und Füllfederhalter mit kostbaren Werkstoffen.

Viele seltene Hölzer hat er dabei schon verarbeitet, aber noch keines, das so einzigartig und geschichtsträchtig ist wie die Eichenpfähle aus dem Fundament der Ochsenfurter Alten Mainbrücke. Statt dem Verfall preisgegeben zu sein, steht den über 300 Jahre alten Hölzern so eine neue Zukunft bevor.

Drechsler Ludwig MündleinSommerhausen
29.03.2011

Bei den Sanierungsarbeiten waren die Pfähle im vergangenen Jahr aus dem Untergrund geborgen worden. Jahrhundertelang wurden sie dort vom Grundwasser konserviert und haben fast die Farbe und Festigkeit von Mooreichen angenommen. An der Luft würden sie ohne Behandlung in kurzer Zeit zerfallen.

Weil sich die Stadt Ochsenfurt nur ein paar der Pfähle aufheben will, bekam Ludwig Mündlein mit Zustimmung der Denkmalpflege einen Teil davon. Als Gegenleistung erhält die Stadt Ochsenfurt Füllfederhalter aus der neuen Serie als Geschenk für besondere Anlässe. Erster Beschenkter war Verwaltungsleiter Eduard Gold, als er vor wenigen Tagen seine Altersteilzeit angetreten hat.

1992 hat Ludwig Mündlein mit dem Drechseln begonnen – zunächst als Autodidakt, später baute der Maschinenbautechniker durch viele Kurse bei renommierten Holzkünstlern im In- und Ausland sein Können aus. 1998 schließlich richtete er in der früheren Garage seines Wohnhauses in der Maingasse die „Galerie am Maintor“ ein.

Wenn Ludwig Mündlein über sein Hobby spricht, stapelt er gerne tief. Eigentlich seien die Schreibgeräte nichts Besonderes, sagt er. Die großen Objekte, das seien die wirklichen Herausforderungen für den Drechsler – zerklüftete Schalen und abstrakte geformten Gefäße, denen man manchmal kaum ansieht, dass sie aus einem sich gleichmäßig drehenden Klotz geschaffen wurden. Aber die sind teuer und zeitaufwendig in der Herstellung und wegen ihres hohen Preises kaum verkäuflich

Die Füller und Kugelschreiber sind einfacher herzustellen und verhältnismäßig günstig. Umso mehr Aufmerksamkeit widmet Ludwig Mündlein dafür der präzisen Fertigung und der Suche nach immer neuen Materialien.

Rund 100 verschiedene Hölzer hat er im Moment auf Lager, darunter Wüsten-Eisenholz aus der Sonora-Wüste im Süden der USA, eines der seltensten Hölzer überhaupt. Oder Urwelt-Mammutbaum, der als ausgestorben galt, bis im Jahr 1941 in China ein letztes Exemplar entdeckt wurde.

Bevor aus ihnen edle Schreibgeräte wird, müssen sie gut ablagern und schließlich eine Prozedur durchlaufen, die sich bis zu einem Vierteljahr hinzieht. Zuerst werden lange Klötzchen mit quadratischem Querschnitt aus den Hölzern geschnitten.

Unter Vakuum lagern sie dann in einem Bad aus speziellem, härtendem Holzöl. Der Luftentzug sorgt dafür, dass das schützende Öl bis in die letzte Pore eindringen kann.

Gut getrocknet erhalten die Klötzchen schließlich eine Bohrung, in die später die Mechanik eingepasst wird. Nach erneuter Lagerung spannt Ludwig Mündlein die Hölzer in eine Drechselbank, die er speziell für diesen Zweck umgebaut hat, und verleiht ihnen ihre endgültig Form. Verschiedene Trick, die der Drechsler ersonnen hat, sorgen dafür, dass die Holzmaserung hervorgehoben wird und sich das Schreibgerät später besonders angenehm anfühlt.

Auf der Suche nach immer neuen Materialien ist Ludwig Mündlein im Lauf der Jahre auf viele außergewöhnliche Werkstoffe gestoßen. Knochen zählen dazu, Rentiergeweih oder das pechschwarze Horn des Wasserbüffels.

Elfenbein hat er ebenfalls im Angebot. Es stammt von Wollmammuts, die bis vor 10 000 Jahren in großen Herden durchs östliche Sibirien zogen. Der zurückweichende Permafrost gibt heute die Stoßzähne der längst ausgestorbenen Tiere frei. Zu Kilopreisen um die 800 Euro kommt das cremefarbene Horn auf den Markt.

Auch mit der Haut von Klapperschlangen und dem Leder von Lachsen hat Ludwig Mündlein schon gearbeitet. Vor dem Drechseln wird das empfindliche Material in glasklares Kunstharz eingegossen. Durch seine Tätigkeit als Techniker bei der Firma Noell Mobile Systems in Würzburg war er auf die Idee gekommen, die zu zentimeterdicken Schichten verbackenen Ablagerungen in der Lackierstraße zu Schreibzeug zu verarbeiten. Deren buntes Design könnte der Flower-Power-Zeit entstammen.

Neuerdings führt die Galerie auch Tinten eines kleinen Herstellers, der sich auf individuelle Rezepturen spezialisiert hat. Manche duften nach Blumen, es gibt auch eine spezielle für die Schreibgeräte aus dem Holz der Alten Mainbrücke.

Die Menge, die ihm die Stadt Ochsenfurt überlassen hat, reicht noch für etliche Stücke. In der edelsten und teuersten Form haben die Füller eine Feder aus massivem Gold. Aber auch dem Benutzer der günstigeren Variante ist das Gefühl gewiss, ein Stück der Alten Brücke und somit ein Stück Geschichte in Händen zu halten.

Text und Fotos Gerhard Meissner

3. April 2011 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Uncategorized | 1 Kommentar

Füller und Schreibgeräte aus alten Hölzern

Die Alte Mainbrücke in Ochsenfurt – ein Bauwerk mit „Vergangenheit“ 

Grund für die Errichtung eines ersten Brückenbauwerks war die Lage an der alten Handels- und Heerstraße von Lübeck nach Augsburg. Manche Historiker führen als Grund auch die Existenz eines alten Königshofes vom 6. bis zum 12. Jahrhundert an. Zwischen dem Jahr 1100, das in einer Urkunde zusammen mit dem Fährrecht des Klosters Hiersau für den Ochsenfurter Flussübergang erwähnt ist und der Mitte des 13. Jahrhunderts, in dem erstmals eine Holzbrücke beschrieben wird, liegt die Bauphase der ersten Mainbrücke [auch die Jahreszahl 1133 wird in weiteren historischen Unterlagen im Zusammenhang mit dem Bau einer Holzbrücke über den Main genannt].

Im Jahr 1254 Erstmals urkundliche Erwähnung einer Holzbrücke. Diese hält aber den oft ungestümen Fluten
des Mains mit zeitweise verheerendem Eisgang nicht stand.   1512 – 1520 Die neue Brücke aus Stein besitzt
12 Freipfeiler und 2 Widerlagermauern. Eine Veste mit Torturm  sichert den Zugang zur Stadt; am Zollturm wird Brücken- und Wasserzoll erhoben.    1595/1596 Reparaturen von einigen Tausend Gulden werden in alten Rechnungen erwähnt.      Dez. 1682 Eisgang und Hochwasser zerstören die beiden äußeren Pfeiler. In der Stadtkasse fehlt das Geld  für den Wiederaufbau; deshalb springt das Würzburger Domkapitel bei der Finanzierung ein.
Von 1696 bis 1705 Alte Mainbrücke ist eine ständige Baustelle.    Feb. 1784 Vollkommene Überflutung der Brücke infolge einer schrecklichen Hochwasserkatastrophe.  Zwei Brückenbogen und der Zollturm stürzen in den Main. Die
alte Stadtmühle wird weggespült. Schon immer war die Alte Mainbrücke ein Sorgenkind gewesen. Nicht nur durch Kriegseinwirkungen, sondern vor allem durch Hochwasser entstanden immer wieder  Schäden, da die  bauliche Anlage zu tief gesetzt worden war. Das Hochwasser war also der ärgste Feind der Brücke. Treibeis und von den Fluten mitgerissene Baumstämme verschlimmerten die Situation.    Nach 1784 Der eingestürzte Brückenteil wird durch eine Holzkonstruktion ersetzt.  Im Jahr 1852 Der vorgelagerte Torturm, der früher als Zollstation gedient hatte, wird wegen Baufälligkeit abgebrochen.    Juli 1866 Im deutschen Bruderkrieg werden die hölzernen Brückenjoche aus Furcht vor den anrückenden Preußen in Brand gesetzt.   Im Jahr 1867 Wiederaufbau einer Brücke aus Stein nach „altem historischem Aussehen“ durch den Baumeister  Michel aus Marktbreit.

Fuhr im 17. Jahrhundert das Messschiff für Getreide auf seinem Weg nach Frankfurt unter der Alten Mainbrücke hindurch, war es später das Marktschiff, das Fracht und Personen nach Würzburg beförderte und schließlich das Dampfschiff „Meekuh“, das respektvoll seinen Schornstein vor der Brücke einklappte, bevor es sich an seiner Kette
im Flussbett bis zum Herbst 1938 weiter voran zog. Noch vor dem 2. Weltkrieg begannen die Planungen für die
Rhein-Main Großschifffahrtsstraße. Aber zuvor musste die Alte Mainbrücke noch einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen:

1. April 1945 Am Ostersonntagmorgen wird die Alte Mainbrücke – in Erwartung des Feindes – von deutschen                 Soldaten gesprengt; der mittlere Brückenbogen wird komplett zerstört und versinkt mit Fahrbahn  und Brüstung einschließlich der Statue des hl. Nepomuk in den Fluten. Als Ersatz dient in der  darauffolgenden Zeit eine Holzkonstruktion.      1956     Fußgänger- und Autoverkehr nehmen zu. Die drei mittleren Gewölbe mit 2 Pfeilern
werden durch einen langgezogenen Spannbetonbogen ersetzt. Jetzt zieren zwei neue Standbilder des  hl.  Nepomuk
die Alte Mainbrücke, aber ihr althistorisches Gesamtbild geht endgültig verloren.

Nicht nur Naturgewalten haben in den vergangenen Jahrhunderten unserer Alten Mainbrücke stark zugesetzt, auch Menschenhand hinterließ durch die aufrührerischen Bauernhaufen, die Heerscharen des 30jährigen Krieges, die schwedischen Trosse, die kaiserlichen Regimenter und die bayerischen Grenadiere ihre zerstörerischen Spuren.
Und jetzt ist unsere Alte Mainbrücke wieder einmal „in die Jahre gekommen“.   Gutachten führen aus, dass die Tragfähigkeit der Brücke am Rande der Erschöpfung angelangt ist.
Deshalb erfolgt zwangsläufig am   Freitag, 8. September 2006 – genau zur Mittagszeit – die Sperrung der Alten Mainbrücke für Fahrzeuge und Fußgänger wegen Einsturzgefahr.  Zuvor wird am Montag, 16. April 2007 in einer spektakulären Aktion mit einem Riesenkran  der Mittelteil der Alten Mainbrücke wegen Gefährdung der Schifffahrt demontiert.

Text: Dr. Petra Gold                                                                                              Historische Daten aus: “Eine Brücke erzählt”
Marketing/Stadt Ochsenfurt                                                                                von Alfred Richter, 1996 – Stadt Ochsenfurt

Bei der Sanierung der Brückenfundamente wurden auch die alten Holzpfahlgründungen an den beiden Ufer-fundamenten ausgegraben. Die gefundenen Pfahlgründungen waren aus Eichenholz gefertigt , welche teilweise mit geschmiedeten Eisenschuhen versehen waren.  Ausgewählte Holzpfähle wurden zur weiteren Untersuchungen an das Bayerische Denkmalamt übergeben.

Das Auftauchen dieser  alten historischen Hölzer hat meine Künstlerseele berührt, so dass ich mich um Reststücke der alten Pfahlgründungen bemüht  habe. Die Hölzer werden nun langsam und vorsichtig kontrolliert  getrocknet um die Rißbildung zu minimieren.  Die Hölzer aus der Ochsenfurter Pfahlgründung weisen im Gegensatz anderer Mooreichen wie z.B. aus Norddeutschtland einen relativ hellen Holzton im Kern auf. Der Grad der vorliegenden Holzschwärzung hängt vom Gerbsäuregehalt (Tanin) der vorliegenden Hölzer und von dem im Boden vorhandenen Eisenkonzent-rationen ab.

Ich werde aus diesen historischen Holzstücken , Griffstücke für Füller und Schreibgeräte und andere Objekte fertigen und somit der Nachwelt  ein Stück  greifbarer unterfränkischer  Zeitgeschichte  erhalten.

Schreibgeräteset Offene Serie

Füller  Mod. Statesman  mit Griffschalen aus Mooreiche der Pfahlgründung

Füller Statesman Beschlagteile Rhodium/Titan

Füller Mod. Statesman mit  18k Goldfeder

Mod. Gentleman  Ausführung Keramikschreiber

Kugelschreiber  Mod. Patriot

siehe auch MAIN- POST  Bericht vom 29.03.2011
http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Aus-alten-Eichenpfaehlen-werden-Fuellfederhalter;art779,6068045

siehe  auch BR 3 Video
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/frankenschau/fsthema-fuellfederhalter-sommerhausen-ID1303908947618.xml

7. November 2010 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Uncategorized | , , | 1 Kommentar

Füller Statesman mit 18K Goldfeder

Füller  Mod. Statesman

Beschläge  Rhodium / Gold 24 k
Griffschalen aus Mokume Gane M3
Feder  Massiv Gold 18 k  750  Strichstärke B
Limitierte Auflage  1 von 500
Nr. 299

Füller  in Ah0rn- Holzbox

 


Füller geschloßen

 



Füller mit 18 K  Goldfeder

 

Nummerierung am Kappenabschluß

31. Juli 2010 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Schreibgeräte Mokume, Uncategorized | , | Hinterlasse einen Kommentar

Füller Mod. Statesman

Hochwertiges hangefertigtes  Schreibgerät der Premiumklasse

  • Griffschalen aus diversen Edelhölzern oder diversen Materialien wie Halbedelsteinen, Horn, Geweih,
  • Zierteile  aus Titan oder 22K Vergoldung
  • Beschichtung Rhodium
  • Gesamtlänge (geschlossen)  ca.146 mm ; Füllerlänge ca.135 mm
  • Gewicht  Gesamtgewicht mit Kappe ca. 68 gr.  , Füllergewicht  ca 39-40 gr.
  • Ir- Feder  Strichstärke M
  • Oberflächenbehandlung stabilisiert , Öl   /Schellack

25. Mai 2010 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Füller Mammut

Mammuts,
Gattung ausgestorbener, vorwiegend pleistozäner Arten aus der Familie der Elefanten.

Mammuts erreichten eine Körperhöhe von bis zu 4,3 Metern, hatten bis zu fünf Meter lange, gebogene Stoßzähne, ein zottiges Fell aus langen, dicken Haaren mit einem dichten, wollenen Unterfell, eine sehr dicke Haut mit einer isolierenden Fettschicht und einen deutlich hervorstehenden Höcker am Rücken. Sie lebten in kalten Klimazonen und zogen nach Norden, als die Gletscher der Eiszeit zurückgingen. Mammuts waren während des Pleistozäns in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet. In Europa wurden naturgetreue Zeichnungen und Skulpturen von Mammuts aus dem oberen Paläolithikum (Altsteinzeit) gefunden.

Mammuts wurden von den frühen Jägern auf der ganzen Nordhalbkugel gejagt. Die meisten Arten starben vor etwa 10 000 Jahren – gegen Ende der letzten Eiszeit – aus. Die Ursachen des Aussterbens sind unbekannt: Manche Wissenschaftler sehen die Änderungen von Klima und Vegetation als Ursache, andere vermuten, dass die Mammuts von eiszeitlichen Jägern ausgerottet wurden. Einer Altersbestimmung von Knochenfunden zufolge koexistierten in Nordamerika Menschen und Mammuts über einen Zeitraum von rund 1 000 Jahren. Man geht deshalb davon aus, dass mehrere Faktoren, zu denen auch die Bejagung gehörte, zum Aussterben der Mammuts beitrugen (Nature, 2006).

In Nordsibirien sind vollständig erhaltene Mammuts im Dauerfrostboden gefunden worden. Reste von Pflanzen, die in ihren Mägen erhalten sind, zeigen, dass sie sich von Moosen, Riedgras und anderen Pflanzen der arktischen Tundra ernährten. Das amerikanische Mammut ist die größte bisher gefundene Art. Es erreichte eine Höhe von etwa 4,3 Metern. Das in Eurasien und Nordamerika verbreitete Wollmammut (auch Wollhaarmammut oder Wollhaariges Mammut) hatte etwa die Größe eines heutigen Indischen Elefanten. Ein erstes vollständig erhaltenes Exemplar dieser Art wurde 1806 in der Nähe der Lenamündung in Sibirien ausgegraben. 1998 wurde auf der Taimyr-Halbinsel im Norden Sibiriens ein weiteres vollständig erhaltenes Wollmammut entdeckt, das vor gut 20 000 Jahren vom Eis eingeschlossen worden war. DNA-Analysen (siehe Nucleinsäuren) zufolge ist der Indische Elefant der nächste lebende Verwandte des Wollmammuts. Die stammesgeschichtlichen Linien dieser beiden Arten trennten sich erst vor rund 440 000 Jahren – diejenigen von Wollmammut und Afrikanischem Elefant dagegen bereits vor sechs Millionen Jahren (Nature, 2006).

Auf der heute zu den amerikanischen Pribilof Islands gehörenden Insel Saint Paul im Beringmeer überlebten Wollmammuts bis vor 7 900 Jahren, auf der vor der Ostküste Sibiriens im Nordpolarmeer liegenden Wrangelinsel sogar bis vor 3 500 bis 4 000 Jahren. Die Mammuts besiedelten diese Gebiete, als sie während der letzten Eiszeit durch Landbrücken mit dem Festland verbunden waren. Nach dem Anstieg des Meeresspiegels im nacheiszeitlichen Holozän konnten sie die Inseln nicht mehr verlassen. Sie überlebten möglicherweise deswegen länger als andere Mammuts, weil Menschen die Inseln erst spät erreichten.

Systematische Einordnung: Mammuts bilden die Gattung Mammuthus der Familie Elephantidae. Das amerikanische Mammut heißt zoologisch Mammuthus imperator, das Wollmammut Mammuthus primigenius.

Quellenangabe
Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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„Mammuts,“ Microsoft® E

p30700391

     

27. April 2009 Posted by | Füller, Füller Mammut, Schreibgeräte | Hinterlasse einen Kommentar