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Galerie am Maintor HolzKunst

Füller Vitis (Weinrebenholz)

Füller Vitis

Füller Vitis

Weinrebe ( Vitis vinifera)

Die Weinrebe (Vitis vinifera) ist eine Art in der Gattung  Vitis.
Sie ist heute vor allem heimisch im Mittelmeerraum,
Mitteleuropa und Südwestasien.

Die Unterart Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera) wird zur
Produktion von Wein genutzt.

Die Weinrebe ist ein mit Sprossranken kletternder Strauch, der
unbeschnitten die Wuchsform einer Liane entwickelt. Er kann
10 bis 20 m hoch werden. Sie besitzt einen tiefgreifenden, reich
verästelten Wurzelstock und einen holzigen Stamm mit bis zu
1,5 m Umfang. Ihre bräunliche Rinde löst sich in Längsstreifen ab.
Die rotbraun bis braungelb gefärbten Zweige sind meistens
kahl und nur selten von einer filzigen Behaarung bedeckt.
Sie weisen feine Furchen und kleine, punktförmige Rindenporen
auf. Es sind nur 2 dünnhäutige und hellbraune Knospen-
schuppen vorhanden.

 

 

 

 

 

Die Vitis war ein aus Rebenholz gefertigter Stab, der von römischen Centurionen als Zeichen ihres Ranges
getragen wurde. Dieser spazierstockgroße Stab wurde von jedem Centurio an der rechten Seite getragen.
Er war ein Symbol des Ranges, den der Centurio bekleidete und konnte auch als Bestrafungsinstrument dienen.

Die Vitis als Abzeichen der Macht wird etwa bei Plinius angesprochen. Ein Fall vom harten Einsatz der
Vitis ist bei Tacitus überliefert: In einem Militärlager in der römischen Provinz Pannonien wurde im
Jahr 14 n. Chr. der Centurio Lucilius in einem Aufruhr ermordet, „dem der Soldatenwitz den
Beinamen „Noch einen“ [Cedo Alteram] gegeben hatte. Denn hatte er seine vitis auf dem Rücken
eines Soldaten entzwei geschlagen, pflegte er mit lauter Stimme nach einer neuen und immer wieder
einer neuen zu rufen.

Quellenangabe  :   Wikipedia

Füller Vitis ( geschlossen)

Füller Vitis ( Weinrebenholz)

Die rabiaten Gebräuche haben sich erfreulicherweise im Laufe der Zeit geändert und ich fertige aus dem
Rebholz nun hochwertige Füllhalter für das händische Schreiben von Briefen und Informationen.

Ludwig Mündlein

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18. Mai 2018 Posted by | Schreibgeräte, Uncategorized | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Galalith ein alter Werkstoff

Casein  (Galalith)


Galalith (Kunsthorn, Milchstein) ist ein alter Handelsname für einen Casein – Kunststoff
der 1897 von Wilhelm Krische und Adolf Spitteler entwickelt wurde. Galalith entsteht aus
Casein und Formaldehyd durch Polykondensation. Das gemahlene Rohcasein wird mit
Wasser angefeuchtet,  mit Füllstoffen, Farblösungen und weiteren Zusätzen vermischt und
durch Wärme und Druck plastifiziert. Durch spezielle Pressen entstehen daraufhin Halbzeuge,
wie Rohre, Stäbe oder einfach nur Platten und Blöcke. Diese werden mittels Einlegen in Form-
aldehydbäder gehärtet und in Warmluft getrocknet. Es entsteht ein unbrennbarer
Werkstoff mit günstigen Zähigkeitseigenschaften und einem angenehm warmen Farbton.
Kunsthorn kann zwischen 100 und 120 ° C warmverformt werden und anschließend
problemlos spanend weiterbearbeitet werden.

Galalith wurde in den dreissiger Jahren hauptsächlich zu Schmuck, Ziergegenständen,
Knöpfen und Messergriffen und für andere technische Zwecke verarbeitet. Später ist dieser
Kunststoff durch die preiswerteren Produkte aus Erdöl ersetzt worden und fast in Vergessenheit geraten.

Elfenbeinimitat  aus Galalith ist ein organisches Material mit der Haptik von echtem Elfenbein.
Leider gibt es weltweit nur noch einen Hersteller (Swallow Needle Mfg. Co.in Australien) der
dieses fantastische und nostalgische Material herstellt , das auch heute nichts von seiner Faszination
verloren hat.

Ich bin sehr froh darüber, auch dieses besondere nostalgische Material für meine Schreibgeräte
entdeckt zu haben.

Füller  Mod. Emperor

Griffschalen     Gagalith   Struktur Elfenbein
Beschlagteile       Rhodium
Zierteile 18 k vergoldet

Preis auf Anfrage

7. August 2011 Posted by | Füller, Schreibgeräte Gagalith, Uncategorized | | Hinterlasse einen Kommentar

Füller und Schreibgeräte aus alten Hölzern

Die Alte Mainbrücke in Ochsenfurt – ein Bauwerk mit „Vergangenheit“ 

Grund für die Errichtung eines ersten Brückenbauwerks war die Lage an der alten Handels- und Heerstraße von Lübeck nach Augsburg. Manche Historiker führen als Grund auch die Existenz eines alten Königshofes vom 6. bis zum 12. Jahrhundert an. Zwischen dem Jahr 1100, das in einer Urkunde zusammen mit dem Fährrecht des Klosters Hiersau für den Ochsenfurter Flussübergang erwähnt ist und der Mitte des 13. Jahrhunderts, in dem erstmals eine Holzbrücke beschrieben wird, liegt die Bauphase der ersten Mainbrücke [auch die Jahreszahl 1133 wird in weiteren historischen Unterlagen im Zusammenhang mit dem Bau einer Holzbrücke über den Main genannt].

Im Jahr 1254 Erstmals urkundliche Erwähnung einer Holzbrücke. Diese hält aber den oft ungestümen Fluten
des Mains mit zeitweise verheerendem Eisgang nicht stand.   1512 – 1520 Die neue Brücke aus Stein besitzt
12 Freipfeiler und 2 Widerlagermauern. Eine Veste mit Torturm  sichert den Zugang zur Stadt; am Zollturm wird Brücken- und Wasserzoll erhoben.    1595/1596 Reparaturen von einigen Tausend Gulden werden in alten Rechnungen erwähnt.      Dez. 1682 Eisgang und Hochwasser zerstören die beiden äußeren Pfeiler. In der Stadtkasse fehlt das Geld  für den Wiederaufbau; deshalb springt das Würzburger Domkapitel bei der Finanzierung ein.
Von 1696 bis 1705 Alte Mainbrücke ist eine ständige Baustelle.    Feb. 1784 Vollkommene Überflutung der Brücke infolge einer schrecklichen Hochwasserkatastrophe.  Zwei Brückenbogen und der Zollturm stürzen in den Main. Die
alte Stadtmühle wird weggespült. Schon immer war die Alte Mainbrücke ein Sorgenkind gewesen. Nicht nur durch Kriegseinwirkungen, sondern vor allem durch Hochwasser entstanden immer wieder  Schäden, da die  bauliche Anlage zu tief gesetzt worden war. Das Hochwasser war also der ärgste Feind der Brücke. Treibeis und von den Fluten mitgerissene Baumstämme verschlimmerten die Situation.    Nach 1784 Der eingestürzte Brückenteil wird durch eine Holzkonstruktion ersetzt.  Im Jahr 1852 Der vorgelagerte Torturm, der früher als Zollstation gedient hatte, wird wegen Baufälligkeit abgebrochen.    Juli 1866 Im deutschen Bruderkrieg werden die hölzernen Brückenjoche aus Furcht vor den anrückenden Preußen in Brand gesetzt.   Im Jahr 1867 Wiederaufbau einer Brücke aus Stein nach „altem historischem Aussehen“ durch den Baumeister  Michel aus Marktbreit.

Fuhr im 17. Jahrhundert das Messschiff für Getreide auf seinem Weg nach Frankfurt unter der Alten Mainbrücke hindurch, war es später das Marktschiff, das Fracht und Personen nach Würzburg beförderte und schließlich das Dampfschiff „Meekuh“, das respektvoll seinen Schornstein vor der Brücke einklappte, bevor es sich an seiner Kette
im Flussbett bis zum Herbst 1938 weiter voran zog. Noch vor dem 2. Weltkrieg begannen die Planungen für die
Rhein-Main Großschifffahrtsstraße. Aber zuvor musste die Alte Mainbrücke noch einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen:

1. April 1945 Am Ostersonntagmorgen wird die Alte Mainbrücke – in Erwartung des Feindes – von deutschen                 Soldaten gesprengt; der mittlere Brückenbogen wird komplett zerstört und versinkt mit Fahrbahn  und Brüstung einschließlich der Statue des hl. Nepomuk in den Fluten. Als Ersatz dient in der  darauffolgenden Zeit eine Holzkonstruktion.      1956     Fußgänger- und Autoverkehr nehmen zu. Die drei mittleren Gewölbe mit 2 Pfeilern
werden durch einen langgezogenen Spannbetonbogen ersetzt. Jetzt zieren zwei neue Standbilder des  hl.  Nepomuk
die Alte Mainbrücke, aber ihr althistorisches Gesamtbild geht endgültig verloren.

Nicht nur Naturgewalten haben in den vergangenen Jahrhunderten unserer Alten Mainbrücke stark zugesetzt, auch Menschenhand hinterließ durch die aufrührerischen Bauernhaufen, die Heerscharen des 30jährigen Krieges, die schwedischen Trosse, die kaiserlichen Regimenter und die bayerischen Grenadiere ihre zerstörerischen Spuren.
Und jetzt ist unsere Alte Mainbrücke wieder einmal „in die Jahre gekommen“.   Gutachten führen aus, dass die Tragfähigkeit der Brücke am Rande der Erschöpfung angelangt ist.
Deshalb erfolgt zwangsläufig am   Freitag, 8. September 2006 – genau zur Mittagszeit – die Sperrung der Alten Mainbrücke für Fahrzeuge und Fußgänger wegen Einsturzgefahr.  Zuvor wird am Montag, 16. April 2007 in einer spektakulären Aktion mit einem Riesenkran  der Mittelteil der Alten Mainbrücke wegen Gefährdung der Schifffahrt demontiert.

Text: Dr. Petra Gold                                                                                              Historische Daten aus: “Eine Brücke erzählt”
Marketing/Stadt Ochsenfurt                                                                                von Alfred Richter, 1996 – Stadt Ochsenfurt

Bei der Sanierung der Brückenfundamente wurden auch die alten Holzpfahlgründungen an den beiden Ufer-fundamenten ausgegraben. Die gefundenen Pfahlgründungen waren aus Eichenholz gefertigt , welche teilweise mit geschmiedeten Eisenschuhen versehen waren.  Ausgewählte Holzpfähle wurden zur weiteren Untersuchungen an das Bayerische Denkmalamt übergeben.

Das Auftauchen dieser  alten historischen Hölzer hat meine Künstlerseele berührt, so dass ich mich um Reststücke der alten Pfahlgründungen bemüht  habe. Die Hölzer werden nun langsam und vorsichtig kontrolliert  getrocknet um die Rißbildung zu minimieren.  Die Hölzer aus der Ochsenfurter Pfahlgründung weisen im Gegensatz anderer Mooreichen wie z.B. aus Norddeutschtland einen relativ hellen Holzton im Kern auf. Der Grad der vorliegenden Holzschwärzung hängt vom Gerbsäuregehalt (Tanin) der vorliegenden Hölzer und von dem im Boden vorhandenen Eisenkonzent-rationen ab.

Ich werde aus diesen historischen Holzstücken , Griffstücke für Füller und Schreibgeräte und andere Objekte fertigen und somit der Nachwelt  ein Stück  greifbarer unterfränkischer  Zeitgeschichte  erhalten.

Schreibgeräteset Offene Serie

Füller  Mod. Statesman  mit Griffschalen aus Mooreiche der Pfahlgründung

Füller Statesman Beschlagteile Rhodium/Titan

Füller Mod. Statesman mit  18k Goldfeder

Mod. Gentleman  Ausführung Keramikschreiber

Kugelschreiber  Mod. Patriot

siehe auch MAIN- POST  Bericht vom 29.03.2011
http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Aus-alten-Eichenpfaehlen-werden-Fuellfederhalter;art779,6068045

siehe  auch BR 3 Video
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/frankenschau/fsthema-fuellfederhalter-sommerhausen-ID1303908947618.xml

7. November 2010 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Uncategorized | , , | 1 Kommentar

Füller Statesman mit 18K Goldfeder

Füller  Mod. Statesman

Beschläge  Rhodium / Gold 24 k
Griffschalen aus Mokume Gane M3
Feder  Massiv Gold 18 k  750  Strichstärke B
Limitierte Auflage  1 von 500
Nr. 299

Füller  in Ah0rn- Holzbox

 


Füller geschloßen

 



Füller mit 18 K  Goldfeder

 

Nummerierung am Kappenabschluß

31. Juli 2010 Posted by | Füller, Schreibgeräte, Schreibgeräte Mokume, Uncategorized | , | Hinterlasse einen Kommentar